Tipps für erholsameren Schlaf: besser schlafen beginnt am Tag
- info756307
- 1. Aug.
- 3 Min. Lesezeit
Meine Blogreihe möchte ich gerne mit dem Thema Schlaf beginnen. Inspiriert von den tropischen Nächten der vergangenen Woche mit über 20 Grad nachts. Vielleicht ist es Ihnen ja sogar so ergangen wie mir, mit einem ständigen Hin-und Herwälzen, Decke drüber, Decke weg, einfach viel zu warm, viel zu früh hell und die Amseln....Freunde, das ist wirklich viiiel zu früh zum Brüllen. 🐦⬛🐦⬛🐦⬛
Bloß nicht ansprechen! Ich brauche erstmal einen Kaffee...
Nächte mit zu wenig Schlaf sind sehr anstrengend, aber wir können sie meist ganz gut wegstecken. Wenn es denn bei diesen einzelnen Ausreißern bleibt. Mein Tip: stehen Sie zur gleichen Zeit auf wie immer, vermeiden Sie einen ausgedehnten Mittagsschlaf (höchstens ein kleiner Nap von max 20 Minuten) und ganz wichtig: bewegen Sie sich am Tag. Nicht zu spät am Abend, nicht zu intensiv: gehen Sie eine Runde schwimmen oder zügig spazieren. Jede körperliche Aktivität verbraucht Energie. Wenn wir Energie verbrauchen, verbrauchen wir auch unsere Energieträger, das ATP. Dabei entsteht als Abbauprodukt Adenosin. Je mehr Adenosin am Ende des Tages, desto müder sind wir.

Warum müssen wir eigentlich schlafen?
Wir alle müssen schlafen. Übrigens auch alle Tiere! Sogar Quallen, die kein Gehirn haben, schlafen. 🪼Schlaf muss also ziemlich wichtig sein. Und das ist er auch. Er ist niemals Zeitverschwendung, sondern ein extrem wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Seine Funktionen: neben der Erholung werden im Gehirn im Schlaf neuronale Netzwerke neu- und umgebaut, wichtige Zell-Reparaturarbeiten vorgenommen, tagsüber Gelerntes im Langzeitgedächtnis eingespeichert, das Immunsystem erledigt seine Aufgaben und Stoffwechselabbauprodukte werden entsorgt. Da ist also ganz schön viel los bei uns im Schlaf.
Wenn das Leben dazwischen kommt
Nicht immer ist uns tiefer und erholsamer Schlaf vergönnt. Berufliche oder private Belastungen, die uns nachts wachhalten, Lärm, organische Erkrankungen wie Fibromyalgie, Fieber und Schmerzen, aber auch der spätabendliche Medienkonsum können unseren Schlafrhythmus langfristig empfindlich stören.
Die Folgen: auf Dauer ungesund
Wer kennt sie nicht, die akuten Folgen einer durchgemachten Nacht: Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren und aufmerksam zu bleiben. Wir machen mehr Fehler. So wie ich, die sich nach einer wirklichen schlechten Nacht diese Woche eben mal aus dem Haus ausschloss...Die Stimmung wird gereizt. Und natürlich sind wir sehr, sehr müde. Langfristig drohen chronische Erkrankungen. Die Liste ist lang und nicht zu unterschätzen: bei chronischen Ein-und Durchschlafstörungen besteht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Adipositas, Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen.

Erholsamer schlafen
Bei einem sehr hohen Leidensdruck sollten Sie immer eine spezialisierte schlafmedizinische Beratung aufsuchen. Mit ihrem Lebensstil können Sie jedoch dazu beitragen, dass Sie besser schlafen. Die Basics sind: Stress reduzieren, sich ausreichend bewegen und gesund ernähren. Darüber hinaus gibt es einige spezielle Tipps für einen erholsameren Schlaf, die ich gerne hier mit Ihnen teile:
Eine kleine Auswahl für Sie
1.) Entspannung ist kein Zufall. Man kann sie lernen - für jeden funktioniert etwas anderes besser. Lassen Sie Ihren Tag in Ruhe ausklingen: mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen keine sozialen Medien mehr.
2.) Vorausplanung: Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und notieren Sie Ihre Aufgaben für den nächsten Tag. Gerne auch in Verbindung mit einem kleinen positiven Rückblick: was hat Ihnen heute Freude bereitet? Was ist Ihnen gut gelungen? Wofür sind Sie dankbar? Auch - und gerade! - die kleinen Dinge zählen....🌻
3.) Stellen Sie sich morgens für einen kleinen Moment ans offene Fenster - Tageslicht macht wach, auch dann, wenn die Sonne nicht scheint!
5.) Wie oben schon geschrieben: Bewegung! Körperliche Aktivität baut Stess und Anspannung ab, am besten natürlich in der Natur...
6.) Alkohol als Einschlafhilfe? Keine gute Idee....Sie schlafen zwar vielleicht schneller ein, aber wachen nachts dann häufiger auf, weil der Alkohol abgebaut wird. Dann lieber eine kleine Meditation, zB ein Bodyscan...schreiben Sie mir gerne eine kurze Nachricht an info@eva-herrmann.com - ich sende Ihnen eine vor mir eingesprochene Anleitung zu.

Erholsamer schlafen
Ein erholsamer Schlaf ist mehr als die Summe einzelner Verhaltensweisen. Bewegung, Ernährung, Entspannung, das soziale Umfeld und der Umgang mit Belastungen – all das wirkt zusammen. Es ist wie ein Mobile: Stoßen Sie es an einer Stelle sanft an, gerät das ganze System in Bewegung, bis sich ein neues Gleichgewicht einstellt.
Ein tieferes Verständnis für diese Zusammenhänge ist der Schlüssel zu nachhaltigen Veränderungen. Gemeinsam finden wir Wege, dieses Wissen Schritt für Schritt in Ihren Alltag zu integrieren.
Schreiben Sie mir gerne eine Nachricht: mit einer Frage oder einem Terminwunsch.
Gesund leben, gut leben
Für heute mit herzlichen Grüßen,
Eva Herrmann


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